Was Sie von einer Psychoanalyse erwarten können..


Was ist die Psychoanalyse?

Was kann, was will die Psychoanalyse?

Was wollen Sie, was können Sie von der Psychoanalyse erwarten!?

 

Am Anfang steht oft Ihre Frage, Ihr Wunsch nach Orientierung. Vielleicht möchten Sie auch Ihre Persönlichkeit gründlicher erforschen. Oder es bedrücken Sie Verfehlungen der vergangenen Jahre oder verpasste Chancen. Vielleicht haben Sie an einer Stelle viel zu lange gezögert. Vielleicht sind Sie auch einen guten Schritt vorangekommen und Sie realisieren erst jetzt, dass sich bestimmte Konstellationen – etwa in der Wahl eines Partners oder eines Arbeitgebers – wie von selbst eingestellt haben.

 

„Die Zeit in der wir leben, ist nicht unbedingt die Zeit der Psychoanalyse.“

 

Das meinen Leute, die den Aufwand für unverhältnismäßig hoch halten: Zu langwierig, zu teuer, zu ungewiss im Ergebnis sei die Psychoanalyse. Und schon stellt sich die Frage, wer für die Kosten aufkommt. Denn die so genannten anerkannten Psychotherapieverfahren wie die analytische Psychotherapie, die tiefenpsychologisch fundierte Therapie und die Verhaltenstherapie orientieren sich am Krankheitsbegriff.

 

Die Psychotherapie soll heilen.

 

Den definieren die Psychotherapierichtlinien als seelische Krankheit, als seelisches Leiden, das nach Kräften minimiert werden soll:

 

"Seelische Krankheit wird als krankhafte Störung der Wahrnehmung, der Erlebnisverarbeitung, der sozialen Beziehungen und der Körperfunktionen verstanden. Der Charakter dieser Störungen kommt wesentlich darin zum Ausdruck, dass sie der willentlichen Steuerung durch den Patienten nicht mehr oder nur zum Teil zugänglich sind."    (Faber/Haarstrick. Kommentar Psychotherapierichtlinien, S.16. 1999 Urban & Fischerverlag, München)

 

Die Psychoanalyse will wissen.

 

Dagegen will die Psychoanalyse nicht nur heilen oder lindern. Die Psychoanalyse will zunächst einmal wissen[A1]

 

Sie ist dadurch etwas radikal anderes. Zuerst einmal will sie sensibilisieren für die Themen, die Sie umgeben, die in ihrer Komplexität auch etwas überwältigendes haben. Oder ist es nicht so, dass aus der gewachsenen Sensibilität für die drängenden Fragen dieser Tage nicht längst eine Reizbarkeit erwachsen ist, die - über die Sensibilität hinaus - die Offenheit für die Fragen des Anderen gar nicht mehr entstehen lässt.

 

Wie kann ich mich offen halten für die Fragen des Anderen, die mir helfen könnten, dem Weg - dem Weg des Anderen - weiter neugierig zu folgen, auch wenn ich meinen eigenen Weg  -  Auf dem Weg zur hypersensiblen Gesellschaft?  - mitunter zu verlassen scheine. 

 

Es geht also deutlich weiter ...

 

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